Transparenz

Transparenz ist uns wichtig. Deshalb haben wir uns der Initiative Transparente Zivilgesellschaft angeschlossen. Wir verpflichten uns die folgenden zehn Informationen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen und aktuell zu halten.

1. Name, Sitz, Anschrift und Gründungsjahr des VBRG e.V.

Name: Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V.
Kurzform: VBRG e.V.

Sitz: Berlin

Anschrift: Sewanstraße 43, 10319 Berlin

Gründungsjahr: 2014

2. Satzung und Ziele

Satzung des VBRG e.V. vom 12.08.2015: http://verband-brg.de/index.php/ueber-uns/satzung

Der VBRG verfolgt laut Satzung gemeinnützige Ziele

  • die Förderung der Hilfe für politisch, rassistisch oder religiös Verfolgte sowie Hilfe für Opfer von Straftaten mit rechtem, rassistischem oder antisemitischem Hintergrund;
  • die Förderung der Prävention von Gewalttaten mit rechtem, rassistischem oder antisemitischem Hintergrund.


Der VBRG verfolgt laut Satzung mildtätige Ziele

  • die Unterstützung von Personen, die aufgrund ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustands infolge eines rechten, rassistischen oder antisemitischen Angriffs auf Unterstützung und Hilfe angewiesen sind;
  • die Unterstützung von Personen, deren wirtschaftliche Lage infolge eines rechten, rassistischen oder antisemitischen Angriffs zu einer Notlage gemäß § 53 Nr. 2 AO geworden ist.


3. Anerkennung der Gemeinnützigkeit

Die Satzung des VBRG e.V. erfüllt in der Fassung von 12.08.2015 die Voraussetzungen nach §§ 51, 59, 60 und 61 der Abgabenordnung (AO). Dies wurde durch das Finanzamt für Körperschaften I Berlin festgestellt und am 15.10.2015 bescheinigt. Die Steuernummer des VBRG lautet 27/680/76502. Hier finden sie den aktuellen Freistellungsbescheid.

4. Name und Funktion der wesentlichen Entscheidungsträger

Mitglieder des Vorstands: Antje Arndt, Robert Schiedewitz, Anne Brügmann

Geschäftsführung: z.Z. kein bestellte/r Geschäftsführer/in

5. Bericht über die Tätigkeiten im Jahr 2017

Zu Aufbau einer nachhaltigen Verbandsstruktur wurden bereits im Jahr 2016 drei fachspezifische Beratungsstellen in Hessen, Schleswig-Holstein und Hamburg Mitgliedsorganisationen des VBRG. Die Stärkung der Strukturen des VBRG wird in Rahmen eines Struktur- und Organisationsentwicklungsprozesses intensiv durch eine externe Entwicklerin begleitet.

Zur fachliche Qualifizierung der Mitarbeiter_innen der Mitgliedsorganisationen führte der VBRG verschiedene Veranstaltungen durch, z.B. im Rahmen einer Qualifizierungssreihe für angehende Berater_innen. Eine Fortbildung zum Thema „Antisemitismus als Gegenstand in der Beratung“ wurde in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment der ZWST durchgeführt. Darüber hinaus wurden themenspezifische Fachtage angeboten, z.B. zum Thema „rassistische Gewalt gegen Kinder“ sowie „Klient_innen mit ungeklärtem Bleiberecht“, an denen sich auch Beratungsstellen außerhalb der Verbandsstruktur beteiligten. In Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAG K+R), dem Bundesverband Mobile Beratung und der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen wurde ein Workshopangebot für Engagierte in der Flüchtlingshilfe und in Willkommensinitiativen entwickelt und umgesetzt.

Der Aufbau eines bundesweiten Monitorings rechter, rassistischer und antisemitischer Angriffe wurde weiter vorangetrieben. So wurde z.B. eine langfristige Kooperation mit der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) eingegangen.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit wurden ein Ratgeber für Geflüchtete in einfacher Sprache veröffentlicht sowie eine Handreichungen für Menschen, die in den Fokus rechter Hetze und Bedrohung gelangt sind. Darüber hinaus wurden Ratgeber für Betroffene sowie für Angehörige von Betroffenen überarbeitet und neu aufgelegt.

Auf internationaler Ebene kooperierte der VBRG mit dem europäische Netzwerk UNITED for Intercultural Action zur gemeinsamen Durchführung einer einwöchigen Konferenz zu den Themen Betroffenenperspektiven und Unterstützung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (Hate Violence).

6. Personalstruktur

Der VBRG e.V. beschäftigte im Geschäftsjahren 2016 zwei hauptamtlich angestellte Arbeitskräfte in Teilzeit. Zwei Personen erhielten Honorare für geschäftsführende Tätigkeiten. Darüber hinaus wurden projektbezogen Honorarkräfte engagiert, insbesondere in den Bereichen Qualifikation und Bildung, Moderation und Prozessbegleitung, Organisationsentwicklung, Layout und Gestaltung sowie Recherche.

7. Angaben zur Mittelherkunft

Folgende Einnahmen konnte der VBRG e.V. im Geschäftsjahr 2016 verzeichnen:

Öffentliche Zuwendung des Bundeskanzleramt: 21.000,00 Euro
Öffentliche Zuwendung des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben!“: 109.422,94 Euro
Förderbeitrag der Amadeu Antonio Stiftung: 7.875,76 Euro
Förderbeitrag von ProAsyl: 5.000,00 Euro
Mitgliedsbeiträge: 1.200,00 Euro
Spenden: 1.930,00 Euro
Leistungen: 1.559,57 Euro
Gesamteinnahmen: 147.988.27 Euro

8.Angaben zur Mittelverwendung

Folgende Ausgaben, aufgeschlüsselt nach Posten, wurden durch den VBRG e.V. im Geschäftsjahr 2016 getätigt:

Personalkosten: 57.366,27 Euro
Büromittel und Verwaltung: 10.016,72 Euro
Projektkosten: 75.422,98 Euro
Sonstige: 1.159,47 Euro
Gesamtausgaben: 143.965,44 Euro

9. Gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mit Dritten

Zurzeit besteht keine Verbindung mit Firmen oder Sponsoren.

10. Namen von juristischen Personen, deren jährliche Zahlungen mehr als 10% des Gesamtjahresbudgets ausmachen

Im Jahr 2017 erhielt der VBRG e.V. keine Spenden, die mehr als 10 Prozent der Jahreseinnahmen ausmachen.