Podcastfolge #58 Vor Ort – gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt. Die Podcastserie von NSU Watch und VBRG e.V.

Erinnern und Aufklären: Der rassistische Brandanschlag in Lübeck 1996

In unserer aktuellen Podcast-Folge 59 der Podcastserie mit NSU-Watch „Vor Ort – gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt“  sprechen wir über den tödlichen rassistischen Brandanschlag am 18. Januar 1996 auf die Bewohner*innen der Hafenstraße 52 in Lübeck.

16.01.2026

In unserer aktuellen Podcast-Folge 59 der Podcastserie mit NSU-Watch „Vor Ort – gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt“  sprechen wir über den tödlichen rassistischen Brandanschlag am 18. Januar 1996 auf die Bewohner*innen der Hafenstraße 52 in Lübeck.

Diese Episode des Podcasts „Vor Ort“ ist den Todesopfern des Brandanschlags am 18. Januar 1996 in Lübeck gewidmet.

Françoise Makodila Landu, 33 Jahre
Christine Makodila, 17 Jahre
Miya Makodila, 14 Jahre
Christelle Makodila Nsimba, 8 Jahre
Legrand Makodila Mbongo, 5 Jahre
Jean-Daniel Makodil Kosia, 3 Jahre
Monika Maiamba Bunga, 27 Jahre
Nsuzana Bunga, 7 Jahre
Sylvio Bruno Comlan Amoussou, 27 Jahre
Rabia El-Omari, 17 Jahre

Sie starben, als bis heute straffreie Täter einen Brandanschlag auf die dreistöckige Unterkunft für Geflüchtete in der Lübecker Hafenstraße 52 verübten. 38 Menschen überlebten teils schwer verletzt.

In der Episode sind Auszüge aus Interviews mit Überlebenden und Hinterbliebenen zu hören: Ottodzo Dope (Marie) Agonglovi, Ray Sossou, Esperança Bunga und Adam Khalifi zu hören. Sie sprechen über die Brandnacht und ihre Folgen, die rassistische Täter-Opfer-Umkehr bei den Ermittlungen und ihren Kampf um Aufklärung und Anerkennung. Abdulla Mehmud vom Lübecker Flüchtlingsforum und Vertreter*innen der Initiative „Hafenstraße’96“ sprechen über drei Jahrzehnte Engagement für ein würdiges Gedenken vor Ort in Lübeck, die blockierten Ermittlungen gegen vier tatverdächtige Neonazis aus Grevesmühlen (Mecklenburg-Vorpommern) und die aktuelle Kampagne der Initiative Hafenstraße #96 unter dem Hashtag „Zeit zu Reden!“, mit der Täter*innen, Zeug*innen und Mitwisser*innen aufgefordert werden, ihr jahrzehntelanges Schweigen zu beenden.


Weblinks:

Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben oder der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und Antirassismusbeauftragten der Bundesregierung dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung