Open Lecture Series #6
Strafjustiz, Rassismus, Antisemitismus und psychische Erkrankung: Eine kritische Bestandsaufnahme zum 3. Jahrestag des Hanau-Attentats

23. Februar 2023, 13:00 – 14:30 Uhr

Wie steht es um die Anerkennung von Rassismus und Antisemitismus als Tatmotive bei psychisch erkrankten Täter*innen durch die Strafjustiz? Und welche Folgen hat es für Verletzte und Hinterbliebene, wenn Rassismus und Antisemitismus nicht als Tatmotive durch die Justiz anerkannt werden? Welche Bedeutung hat die Pathologisierung von Rassismus und Antisemitismus im gesellschaftlichen Diskurs? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Open Lecture #6 anlässlich des dritten Jahrestags des rassistischen Attentats von Hanau und der anhaltenden Bedrohung der Hinterbliebenen und Überlebenden durch den Vater des Attentäters.

Ihre Erfahrungen stehen beispielhaft für die Erfahrungen und Erwartungen von vielen Verletzten und Überlebenden im Kontext der strafrechtlichen und medialen Aufarbeitung von antisemitisch und rassistisch motivierten Straftaten, wenn Täter*innen aufgrund von schweren psychischen Erkrankungen nach § 20 Strafgesetzbuch als schuldunfähig gelten.

Über diese und weitere Fragen sprechen wir mit folgenden Speaker*innen:

  • Prof. Dr. med. Dr. phil. Andreas Heinz, ist Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Charité (Berlin) und Mitglied der Leopoldina.
  • Dr. Kati Lang, Rechtsanwältin und Nebenklagevertreterin u.a. von Überlebenden des rechtsterroristischen Attentats in Halle (S.).
  • Eben Louw, Gesundheitspsychologe, systemischer Therapeut & Supervisor, Fachberater für Psychotraumatologie und VBRG-Vorstand.
  • Prof.’in Dr. med. Meryam Schouler-Ocak, ist Professorin für interkulturelle Psychiatrie und leitet den Forschungsbereich Interkulturelle Migrations- und Versorgungsforschung am Universitätsklinikum Charité (Berlin).
  • Kristin Pietrzyk, Rechtsanwältin und Nebenklagevertreterin u.a. von Hinterbliebenen des rassistischen Attentats in Hanau.

Die Open Lecture findet online über Zoom statt.

Die Anmeldung ist bis zum 20. Februar 18:00 Uhr möglich. Den Zoom-Link zur Veranstaltung schicken wir ca. 48 Stunden vor Beginn.

Die Anmeldefrist endet am Montag, den 20. Februar 2022 um 18 Uhr.

Die Lecture ist Teil der Open Lecture Series Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Polizei und Justiz im Kontext von Rechtsterrorismus, Rassismus, Antisemitismus und rechter Gewalt des VBRG. Zu Wort kommen Referent*innen aus Betroffenenperspektive, Praxis und Wissenschaft.

Die Veranstaltungsreihe wird gefördert vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen, und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“

Anmeldeformular:


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