Unabhängiges Monitoring:
Rassistische Gewalt sichtbarer machen.

Mörderischer Rassismus:
Erinnern und Gedenken.

Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt

Täglich werden in Deutschland drei bis vier rechts, rassistisch oder antisemitisch motivierte Gewalttaten verübt. Die im Dachverband der unabhängigen Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG) zusammengeschlossenen Beratungseinrichtungen sorgen dafür, dass die Angegriffenen und Verletzten nicht alleine bleiben. Sie beraten und unterstützen direkt Betroffene ebenso wie Zeug*innen und Angehörige: kostenlos, vertraulich, vor Ort, parteilich im Sinne der Betroffenen und auf Wunsch auch anonym.

Allzu oft werden rechte Gewalt und ihre Folgen ignoriert, verharmlost und verschwiegen. Gemeinsam mit unseren Mitgliedsorganisationen machen wir mit verlässlichen, unabhängigen Zahlen und Analysen das Ausmaß rechter Gewalt sichtbar. Der VBRG setzt sich dafür ein, dass Betroffene rechter Gewalt in jedem Bundesland Zugang zu professionellen, unabhängigen, kostenlosen und parteilich in ihrem Sinne arbeitenden Beratungs- und Unterstützungseinrichtungen erhalten.

Gerechtigkeit und Aufklärung nach dem rassistischen Mordversuch an Ahmed I.

Ahmed I. überlebte am 6. Januar 2016 nur mit viel Glück einen rassistischen Mordversuch in Lohfelden bei Kassel. Wir dokumentieren das Plädoyer seines Nebenklagevertreters Alexander Hoffmann, der am 12. Januar 2021 das Oberlandesgericht Frankfurt daran erinnerte: Dass das Gericht Ahmed I. Gerechtigkeit sowie eine Entschuldigung für den Umgang der Polizei mit ihm und die Aufklärung der Straftat gegen ihn verweigern würde, wenn es den Angeklagten Stefan Ernst, dem auch der rechtsterroristische Mord an Kassler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke zur Last gelegt wird, wegen des Mordversuchs frei sprechen würde.

Wir wünschen uns Verstärkung: Verwaltungsfachkraft (50%) für Abrechnungs- und Antragswesen gesucht ab März 2021

Für die Unterstützung der VBRG-Geschäftsstelle in Berlin-Kreuzberg suchen wir ab März 2021 eine*n Verwaltungsfachkraft (50%). Arbeitsschwerpunkte sind die Bearbeitung die Projektmittelverwaltung und das Abrechungswesen in einem bundesweit und international aktiven Dachverband mit 14 bundesweiten Mitgliedsorganisationen. Wir freuen uns besonders über Bewerbungen von Personen of Color, Personen aus jüdischen Communities, Schwarzen Personen, aus Sinti*zze und Rom*nja Communities, Personen mit Behinderungen sowie Trans*Inter*NonBinary-Personen. Bewerbungsschluss: 31.01.2021.

Hessische Landesregierung muss besondere Verantwortung für Opfer von Rechtsterrorismus übernehmen

Gemeinsam mit der Initiative 19. Februar Hanau und der Opferberatung response in Hessen fordert der VBRG e.V. von der Landesregierung eine Neuausrichtung des geplanten Opferhilfsfonds in Hessen: Die Landesregierung darf dabei die politische Dimension des rassistischen und rechtsterroristischen Attentats von Hanau nicht ausblenden und muss die besondere Verantwortung für Opfer von Rechtsterrorismus durch die Ausrichtung des Opferhilfsfonds übernehmen. Denn in keinem anderen Bundesland gab es in den vergangenen 24 Monaten so viele Todesopfer von Rassismus und Rechtsterrorismus wie in Hessen.

Jetzt spenden!

Mit dem Opferhilfefonds unterstützen wir schnell und unbürokratisch Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt und ihre Angehörigen.

weitere Informationen

Vor Ort – gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt. Die Podcastserie von NSU Watch und VBRG.

In der Podcastserie „Vor Ort“ sprechen die unabhängigen Opferberatungsstellen, Betroffene und andere Expert*innen darüber, wie Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt den Alltag vieler Menschen beeinträchtigen und beeinflussen. Denn inmitten der Coronakrise wird deutlicher denn je: die Auseinandersetzung mit Rassismus, Antisemitismus und rechter Gewalt entscheidet zentral darüber, ob Marginalisierte noch mehr belastet, angegriffen und schutzloser werden. Oder ob Solidarität tatsächlich unteilbar ist.

mehr

Enhancing Stakeholder Awareness and Resources for Hate Crime Victim Support (EStAR)

By implementing the EStAR project, we reaffirm our commitment to providing support to hate crime victims, advocating for a victim-centered approach and improving services to those who suffered a hate motivated discrimination, abuse and violence. Together with our partner, the OSCE Office for Democratic Institutions and Human Rights (ODIHR), we want to ensure that hate crime victims receive adequate protection, specialized services and access to justice. Everywhere in Europe.

more

Webdokumentation: „Gegen uns: Betroffene im Gespräch über rechte Gewalt seit 1990 und die Verteidigung der solidarischen Gesellschaft“

Anlässlich des 29. Todestages von Jorge Gomondai, der am 6. April 1991 nach einem rassistischen Angriff in Dresden starb, starten die Opferberatung „Support“ der RAA Sachsen e.V. und der VBRG die Webdokumentation „Gegen uns: Betroffene im Gespräch über rechte Gewalt seit 1990 und die Verteidigung der solidarischen Gesellschaft“. Die Perspektive der Angegriffenen auf drei Jahrzehnte rechte, rassistische und antisemitische Gewalt steht im Mittelpunkt der Webdoku.

mehr

Veröffentlichung: Hinsehen – Halbjahresmagazin der OBR (1/2020)

Die Opferberatung Rheinland (OBR) hat die erste Ausgabe des halbjährlich erscheinenden Online-Magazins namens Hinsehen veröffentlicht. Neben wechselnden Schwerpunktthemen sollen aktuelle und relevante Themen im Kontext rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt aufgegriffen und speziell mit Fokus auf die Perspektive von Betroffenen thematisiert werden.
Informationen über Handlungsmöglichkeiten nach traumatischen Erfahrungen (Mehrsprachig)

Informationen über Handlungsmöglichkeiten nach traumatischen Erfahrungen (Mehrsprachig)

In dieser kurzen Handreichung finden Sie Informationen, was Betroffene rechter, rassistischer oder antisemitischer Gewalt nach einem traumatischer Erfahrung tun sollten und können. Die Handreichung hilft außerdem die eigenen Reaktionen auf traumatische Erfahrungen zu verstehen. Die Handreichung ist auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Kurdisch verfügbar.
Informationen und Hilfsangebote für BetroffeneVBRG

Informationen und Unterstützungsangebote für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt

In dieser Handreichung finden sie die wichtigsten Informationen, was nach einem rechten, rassistischen oder antisemitischen Angriff getan werden sollte. Sie finden hier außerdem den Kontakt zu einer professionellen und solidarischen Beratungsstellen in Ihrem Bundesland. Die Handreichung ist auf Deutsch, Englisch und Arabisch verfügbar.
Opferperspektive e.V.

Rechte Gewalt – Eine Herausforderung für Schulen

Die Schule als ein Ort, an dem unterschiedliche Menschen aufeinander treffen, ist auch ein sozialer Raum, in dem immer wieder Konflikte und Problemsituationen wie Mobbing, Hate Speech oder Pöbeleien zu bewältigen sind. Um Lehrer*innen und Sozialarbeiter*innen in dieser Herausforderung zu unterstützen, möchte die Opferperspektive als Brandenburger Fachberatungsstelle für Betroffene rechter Gewalt Ihnen Hinweise zum Umgang mit betroffenen Schüler*innen und ihren Erziehungsberechtigten an die Hand geben.

Was tun nach einem rassistischen Angriff? Empfehlungen für Betroffene (10 Sprachen)

Die Handreichung „Was tun nach einem rassistischen Angriff? Empfehlungen für Betroffene“ informiert über wichtige Sofortmaßnahmen für den Fall rassistischer Gewalt. Sie ist in folgenden Sprachen erhältlich: Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Kurmanyi, Farsi, Pashto, Tigrinya, Albanisch und Romanes.
VBRG

Sağcı, ırkçı veya antisemit bir saldırının ardından neler yapmak gerekir? Mağdurlar, aile yakınları ve tanıklar neler yapabilir ve nasıl yardım alabilirler?

Bu rehber sağcı, ırkçı veya antisemit sebeplerle işlenmiş bir şiddet suçuna maruz kalan kişiler, onların aile yakınları ve arkadaşları ve ayrıca şiddet suçlarının tanıkları için hazırlanmıştır. Elinizdeki rehber mağdurlara bu olağanüstü durumla baş etmeleri konusunda yardımcı olur, önemli soru ve kararlarda onlara yol gösterir.

Hessische Landesregierung muss besondere Verantwortung für Opfer von Rechtsterrorismus übernehmen

Gemeinsam mit der Initiative 19. Februar Hanau und der Opferberatung response in Hessen fordert der VBRG e.V. von der Landesregierung eine Neuausrichtung des geplanten Opferhilfsfonds in Hessen: Die Landesregierung darf dabei die politische Dimension des rassistischen und rechtsterroristischen Attentats von Hanau nicht ausblenden und muss die besondere Verantwortung für Opfer von Rechtsterrorismus durch die Ausrichtung des Opferhilfsfonds übernehmen. Denn in keinem anderen Bundesland gab es in den vergangenen 24 Monaten so viele Todesopfer von Rassismus und Rechtsterrorismus wie in Hessen.
Pressemitteilung VBRG

„Alle, die sich gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus einsetzen, sollten den Nebenkläger*innen für ihren Mut und ihr gesellschaftliches Engagement dankbar sein.”

Zur Urteilsverkündung im Prozess zum mörderischen antisemitisch, rassistisch und misogyn motivierten Attentats in Halle (Saale) stellen der Verband der Opferberatungsstellen, der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (Bundesverband RIAS) e.V., OFEK e.V. – Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung sowie die prozessbegleitenden Dokumentations- und Rechercheplattformen NSU Watch, Zentrum für demokratischer Widerstand e.V. – democ.de und Belltower News die Forderungen der Überlebenden des Attentats durch die gemeinsame Veröffentlichung ihrer Schlussworte in den Mittelpunkt.