Neuer Ratgeber: „Rechte Angriffe im Netz. Auswirkungen und Handlungsempfehlungen“

Die fachspezifischen Opferberatungsstellen Opferperspektive e.V. (Brandenburg), SUPPORT der RAA Sachsen e.V. (Sachsen) und ZEBRA aus Schleswig-Holstein haben im Mai 2021 eine Broschüre veröffentlicht, die sich insbesondere an Engagierte aus der Zivilgesellschaft sowie an Politiker*innen der demokratischen Parteien richtet, die aufgrund ihres politischen Engagements zur Zielscheibe von rechten, rassistischen und antisemitischen Angriffen im Netz werden.

Anhand von Praxisbeispielen aus der Beratungsarbeit der Opferberatungsstellen werden sowohl die Auswirkungen von rechten Angriffen im digitalen Raum als auch die Möglichkeiten, sich vor Angriffen zu schützen, sich mit Hilfe von Beratung und/oder der Justiz gegen die Angreifer zu wehren und Erste-Hilfe-Maßnahmen beschrieben.

„Zivilgesellschaft und politisch Engagierte stehen online unter erheblichem Druck, weil sich rechte Täter*innen dort vor Strafverfolgung sicher fühlen“, sagt Judith Porath, Geschäftsführerin von der Opferperspektive zu den Beweggründen, den kompakten Ratgeber zu erstellen. Seit Beginn der Corona-Pandemie und in Wahlkampfphasen hätten rechte, misogyne, antisemitisch und rassistisch motivierte Angriffe und Kampagnen auf Social Media Kanälen eine neue Dimension erreicht. Robert Kusche, Geschäftsführer der Opferberatung SUPPORT in Sachsen betont: „Bedrohungen im Internet können genauso gravierende Folgen haben, wie dies offline der Fall ist. Umso wichtiger ist es, dass Betroffene mit ihren Erlebnissen nicht alleine bleiben und sie wissen, welche Handlungsmöglichkeiten ihnen nach einem rechten Angriff im Netz zu Verfügung stehen und wo sie kompetente und solidarische Unterstützung und Hilfe finden können.“

Die Broschüre steht hier zum Download zur Verfügung und kann gedruckt kostenfrei bestellt werden per E-Mail an: info@opferperspektive.de, opferberatung@raa-sachsen.de oder info@zebraev.de .

Zum Schutz vor rechten Angriffen: Meldeadresse sperren!

Eine wichtige Schutzmaßnahme gegen rechte Angriffe und Bedrohungen vor Ort und im Netz stellt in vielen Fällen die Sperrung der eigenen Meldeadresse dar. Hier finden Sie dafür eine Vorlage, die Ihnen dabei helfen kann, einen Antrag auf Sperrung Ihrer Meldeadresse nach §51 Bundesmeldegesetz zu stellen, um sich vor rechten, rassistischen und antisemitischen Drohungen und Angriffen zu schützen: www.verband-brg.de/meldesperre